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Antrag zum 55. Bundeskongress vom 7. bis 8. Oktober 2017 in Jena

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Eingegangen am Mittwoch, 6. September 2017 um 14:35 Uhr, in der Kategorie "Gesundheit und Soziales" und mit der laufenden Nummer 304. Antragsteller ist/sind "BAK Gesundheit und Innovation, BAK Bildung.

Der 55. Bundeskongress möge beschließen:

Sciene for Life! – Die Zukunft der Medizin gestalten

Die körperliche Gesundheit stellt einen der wichtigsten Faktoren für ein freies und selbstbestimmtes Leben dar. Die moderne Medizin hat bereits Großes geleistet, um Menschen freier von Krankheiten und Leiden zu machen. Doch auch aktuelle Behandlungsmethoden und Therapieformen stoßen bald an ihre Grenzen.

Der Fortschritt lässt nicht auf sich warten und hält Großartiges für die Zukunft bereit. Gentechnische Manipulationen am Menschen sind längst keine Zukunftsmusik mehr. Mit neues Techniken wie z.B. CRISPR/Cas rückt die Heilung vieler bisher unheilbarer Krankheiten in greifbare Nähe.

Restriktive Gesetze und ideologisch motivierte Angst-Kampagnen versuchen bereits jetzt diese zukunftsweisende Technologie im Keim zu ersticken. Als Liberale befürworten wir grundsätzlich den Fortschritt in der Gentechnik und sehen darin die Chance für ein selbstbestimmteres und freieres Leben für viele Menschen.

Somatische Gentherapien

Bei einer somatischen Gentherapie handelt es sich um die Therapie von Körperzellen. Die veränderten Gene betreffen nur einen Menschen und können nicht an Nachkommen weitergegeben werden. Wir begrüßen ausdrücklich die Möglichkeiten der somatischen Gentherapie und erkennen die Chancen zur Heilung vieler verschiedener Erkrankungen an. Darüber hinaus bietet die Gentechnik nicht nur die Möglichkeit zur Heilung, sondern auch zur Selbstverbesserung. Auch dies erkennen wir als freie Entscheidung von Individuen an. Deshalb fordern wir:

- die Zulassung von Gentherapien am Menschen in Deutschland und Europa;

- die Übernahme der Kosten für Gentherapien, wenn sie Krankheiten heilen, durch die GKVen;

- die Zulassung von gentechnischen Veränderungen an Menschen, wenn diese auf eigenen Wunsch erfolgen und vorher erprobt wurden und sicher sind.

Keimbahntherapien

Neben der somatischen Gentherapie gibt es auch die Möglichkeit, Zellen der Keimbahn oder befruchtete Eizellen mit gentechnischen Methoden zu verändern. Hier wirken sich die Eingriffe auch auf die eigenen Nachkommen aus. Dies spielt insbesondere bei Erbkrankheiten eine Rolle, da diese häufig schon in der Embryonalentwicklung Veränderungen bewirken, die im Nachhinein kaum korrigiert werden können. Wir sehen in der Keimbahntherapie die Möglichkeit, schwere Erkrankungen deutlich zu reduzieren. Auch für Veranlagungen gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, die spätere Lebensqualität enorm positiv zu beeinflussen. Konkret fordern wir:

- die grundsätzliche Zulassung von Keimbahntherapien für dominante Erbkrankheiten sowie genetische Dispositionen, die schwere oder tödliche Krankheiten bewirken können;

- die Verpflichtung von Ärzten, künftig auf die Möglichkeiten zur genetischen Diagnostik und Therapie hinzuweisen. Die Entscheidung obliegt weiterhin der Mutter.

- die Übernahme der Kosten für Gendiagnostik und Therapie durch die GKVen bei tödlichen und schweren Erkrankungen;

- die Einrichtung einer Kommission analog zur Ständigen Impfkommission, die über die Möglichkeiten und Notwendigkeiten von Gendiagnostik und Therapien berät und Empfehlungen abgibt.

 

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Achtung: Die Darstellung des gezeigten Antrags erfolgt ohne Zeilennummerierung und als reine Vorschau. Verbindlich ist der Antragstext im offiziellen Antragsbuch zum 55. Bundeskongress vom 7. bis 8. Oktober 2017 in Jena.


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