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Antrag zum 55. Bundeskongress vom 7. bis 8. Oktober 2017 in Jena

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Eingegangen am Donnerstag, 14. September 2017 um 16:05 Uhr, in der Kategorie "Umwelt, Infrastruktur und Innovation" und mit der laufenden Nummer 702. Antragsteller ist/sind "Landeskongress der Jungen Liberalen Saar.

Der 55. Bundeskongress möge beschließen:

Mehr Vielfalt, mehr Energie!

Um einer Übernutzung von Wäldern und Freiflächen durch Windkraftanlagen entgegenzuwirken, ist sich auch anderer alternativer Energiegewinnungsmethoden sowie Energieverwertungsmöglichkeiten bewusst zu werden. Daher möge der Bundeskongress folgende Maßnahmen beschließen:

Soweit in Ballungsgebieten Fernwärmeleitungen zur Grundausstattung der Energieversorgung gehören, können im kleineren Maßstab auch auf dem Land innerhalb der einzelnen Siedlungen Fernwärmesysteme angelegt werden. Infolge von EU-Subventionen haben derzeit schon viele Bauern zu Biogasanlagen für die Strom- und Wärmegewinnung aufgerüstet. Diese Anlagen bieten bisher noch ungenutztes Energielieferungspotenzial, indem umliegende Siedlungen mittels kurzer Fernwärmeleitungen an die jeweilige Anlage angeschlossen werden. Damit verringern sich der Bedarf an eigenen Heizungsanlagen und somit auch der CO2-Ausstoß. Zusätzlich stellt der Verkauf der Fernwärme eine weitere Einkommensquelle des jeweiligen Bauernhofes dar. Optional kann auch die Kommune in einem Dorf/ in einem Stadtteil eine zentrale Heizungsanlage einrichten, welche unterschiedliche Heizungsformen (Solarenergie, Biomasse, Gas, etc.) miteinander kombiniert. Welche erneuerbare Energieform gewählt wird, soll anhand der individuellen Standortfaktoren nach dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit bestimmt werden.

Zusätzlich setzen sich die Jungen Liberalen für die Umrüstung bestehender Öl-und Gasheizungen auf Kraftwärmekopplungsanlagen (KWK-Anlagen) ein. Diese zeichnen sich durch einen Diesel- oder Gasmotor aus, welcher primär einen Generator zur Stromerzeugung antreibt und dessen Abwärme als Heizwärme genutzt wird.

Mittelfristig gesehen gilt es zudem, den Bestand an Kohlekraftwerken als Kraftwerksanlagen zu wahren. Um jedoch den Emissionsanforderungen gerecht zu werden, ist die Umrüstung der Kohlekraftwerke auf Erdgas/Biogas/Biomasse/Wasserstoff/Grubengas anzustreben, sodass diese eine Backup-Funktion bei fehlendem Wind oder Sonnenschein einnehmen können. Gleichzeitig geht mit der Umrüstung eine Betriebskostensenkung und Effizienzsteigerung einher. Welche Umrüstungsmaßnahmen im Einzelnen ergriffen werden, soll für jede Anlage individuell bestimmt werden.

Hinsichtlich der Speicherung überschüssiger erneuerbarer Energie ist die Elektrolyse von Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff der kostenpflichtigen Weitergabe von Strom ins Ausland vorzuziehen. Folglich kann temporär überschüssige Energie in Form von Wasserstoff gespeichert, an Wasserstofftankstellen für den Straßenverkehr nutzbar gemacht oder in Methanisierungsanlagen in das bestehende Gasnetz eingespeist werden.

 

Die Begründung erfolgt mündlich.

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Achtung: Die Darstellung des gezeigten Antrags erfolgt ohne Zeilennummerierung und als reine Vorschau. Verbindlich ist der Antragstext im offiziellen Antragsbuch zum 55. Bundeskongress vom 7. bis 8. Oktober 2017 in Jena.


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Vorliegende Änderungsanträge:

  • [8130] Ersetze: Seite 1, Zeile 2 bis Seite 1, Zeile 5 (Antragsteller: Carolin Holzmüller). / V2

    Eingegangen am Sonntag, 8. Oktober 2017 um 10:28 Uhr. Antragsteller ist/sind "Carolin Holzmüller".

    Um einer Übernutzung von Wäldern und Freiflächen durch Windkraft- und Photovoltaikanlagen entgegenzuwirken, ist sich auch anderer alternativer Energiegewinnungsmethoden sowie Energieverwertungsmöglichkeiten bewusst zu werden. Daher fordern die Jungen Liberalen folgende Maßnahmen:

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