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Antrag zum 55. Bundeskongress vom 7. bis 8. Oktober 2017 in Jena

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Eingegangen am Donnerstag, 14. September 2017 um 16:08 Uhr, in der Kategorie "Bildung und Kultur" und mit der laufenden Nummer 101. Antragsteller ist/sind "Landesverband der Jungen Liberalen Saar.

Der 55. Bundeskongress möge beschließen:

Bundesweiter KulturSPASS mit bundesweitem KulturPASS

Deutschland soll das Land mit der besten Bildung werden. Bildung bedeutet dabei nicht nur, die Schulbank zu drücken und an der Universität bzw. Lehrstelle sein Bestes zu geben. Sie bedeutet auch eine Vielzahl an individuellen Möglichkeiten außerhalb der beruflichen Laufbahn zu finden, so auch ein erleichterter Zugang zu kulturellen Einrichtungen wie Museen, Bibliotheken und Theatern.

Der Bundeskongress der Jungen Liberalen möge daher beschließen:

I.                    Ein bundesweit gültiger, kostenloser Kulturpass für alle in Deutschland lebenden Schüler, Studenten und Auszubildenden wird eingeführt. Dieser ermöglicht den kostenlosen Eintritt in Museen und Theater sowie die beitragsfreie Nutzung aller öffentlichen, staatlichen Bibliotheken.

 

II.                  Der Kulturpass wird lediglich auf dem Schüler-bzw. Studentenausweis vermerkt.

 

III.               Die Finanzierung erfolgt durch die jeweiligen Kulturträger (Bundesland, Landkreise, Kommunen, Firmen, Privatpersonen, Vereine), indem sie den Ausweis als legitime Eintrittskarten akzeptieren. Sollten unverhältnismäßige Kosten für den Träger entstehen, kann der Bund gemeinsam mit den Bundesländern Ausgleichszahlungen leisten, wenn keine mildere Lösung gefunden werden kann. Dennoch soll der bundesweite Dialog für den Konfliktfall im Mittelpunkt stehen.

Begründung:

Kultur ist neben dem wissenschaftlichen Lernstoff ein wesentlicher Teil unserer Bildung. In Museen können sich anhand von Ausstellungen wertvolle Informationen verschafft werden, die im Internet oder in Büchern nicht nachhaltig vermittelt werden können. Eine grobe Kenntnis bestimmter Theaterwerke gehört nicht nur zur Allgemeinbildung, sondern erweitert den Horizont, indem sie den Zuschauer aus mehreren Perspektiven einen Sachverhalt betrachten lassen und zum Nachdenken anregen. Bibliotheken klingen im Vergleich zu Onlinedatenbanken und Wikipedia altmodisch, jedoch liefern sie auf der einen Seite spezielle Werke zur Aneignung vertieften Wissens, auf der anderen Seite bieten sie eine günstige Möglichkeit, möglichst viel Literatur konsumieren zu können.

Gerade die jüngeren Generationen werden durch knappe Budgets und digitaler Alternativen davon abgehalten, in ihrer Freizeit ein kostenpflichtiges Kulturangebot anzunehmen. Zugleich möchte man nicht auf die Initiative der Eltern angewiesen sein, einen Zugang zur Kulturlandschaft zu finden. Der bundesweit gültige Kulturpass ermöglicht es, ohne finanzielle Mehrbelastungen in die Kulturlandschaft der Bundesrepublik hinein zu finden und schafft damit Anreize, im Erwerbsleben sich weiter kulturell fortzubilden und entsprechende Beiträge zu entrichten. Dadurch ist ein langfristiger Mehrwert für die Kulturfinanzierung ersichtlich. Dennoch wird der Großteil an kulturellem Angebot von staatlicher Seite zur Verfügung gestellt, sodass es im Regelfall keinen Kostenunterschied machen würde, wenn mehr Schüler, Auszubildende und Studenten dieses Angebot nutzen. Für den Fall, dass z.B. in Bibliotheken eine erhöhte Abnutzung der Bücher im Raume steht oder Theatern für die kostenfrei vergebenen Sitzplätze Umsatzverluste drohen, können Ersatzleistungen gegen den Staat verlangt werden. Zwar versteht es sich von selbst, dass zuerst der Dialog gesucht werden muss. Um aber von vorschnellen Bewilligungen Abstand zu nehmen, ist es den Jungen Liberalen wichtig, die Option der Verhandlung zu betonen und eine aktive Verhandlungskultur bei staatlichen Förderungsprogrammen zu leben.  

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Achtung: Die Darstellung des gezeigten Antrags erfolgt ohne Zeilennummerierung und als reine Vorschau. Verbindlich ist der Antragstext im offiziellen Antragsbuch zum 55. Bundeskongress vom 7. bis 8. Oktober 2017 in Jena.


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Vorliegende Änderungsanträge:

  • [8125] Streiche: Seite 1, Zeile 14 bis Seite 1, Zeile 14, Abschnitt: 3 (Antragsteller: Dominik Hadnadj). / V2

    "Der Kulturpass wird lediglich auf dem Schüler- bzw. Studentenausweis vermerkt"

    Eingegangen am Samstag, 7. Oktober 2017 um 18:24 Uhr. Antragsteller ist/sind "Dominik Hadnadj".

    »Download Änderungsantrag als PDF-Datei

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