Antrag zum 55. Bundeskongress

Antrag 106

55. Bundeskongress vom 7. bis 8. Oktober 2017 in Jena

Antragsteller: JuliA Sachsen


Status: [  ] angenommen [  ] nicht angenommen [  ] verwiesen an: ___________________________

Der 55. Bundeskongress möge beschließen:

1Hochschulpolitik

2Als Junge Liberale fordern wir an verschiedenen Stellen Verbesserungen in der deutschen

3Hochschullandschaft. Die folgenden Punkte liegen uns dabei besonders am Herzen:

4Überprüfung des Prioritätslistenverfahrens!

5Die Studienplatzvergabe sollte ausschließlich im Benehmen der Hochschule liegen. Eine

6Hochschulübergreifende Zusammenarbeit bei Studiengängen, die in ähnlicher Ausformung an
7unterschiedlichen Hochschulen angeboten werden, ist auch aus Bewerberfreundlichkeit zu
8begrüßen. Die Qualität eines Zulassungsverfahren ist an dessen Aufwand, der zügigen und
9vollständigen Vergabe aller Plätze und der bestmöglichen Auswahl der Bewerber anhand deren
10Eignung und Interessen zu bewerten.

11Bekenntnis zum Deutschlandstipendium

12Die Anzahl an Deutschlandstipendien bleibt hinter den Erwartungen zurück. Die Universitäten

13müssen aktiv auf Unternehmen und Privatpersonen zugehen, um Stipendien einzuwerben. Die
14Ausschreibung eines Preises für die höchste Erfolgsquote bei der Einwerbung soll den
15Wettbewerb zwischen den Standorten dabei befeuern.

16Student-Meal-System etablieren

17Wir möchten ein Student-Meal-System nach slowenischem Vorbild in Deutschland errichten.

18Kernstück dabei ist die Umstellung der Angebotsstruktur für studentisches Essen. Das bisherige
19Primat der Einrichtungen des Studentenwerks, der hoch defizitären Mensen und Cafeterien, soll
20zu Gunsten privater Restaurants, Imbisse und Lieferdienste im Umfeld der Universität
21aufgehoben werden. Nach Aufnahme in das System sollen die Anbieter speziell für Studenten
22kostengünstige und teilweise subventionierte Essen anbieten, die Mensen sollen ihren Betrieb
23als ein Anbieter innerhalb des Systems unverändert fortsetzen. Durch den damit entstehenden
24Wettbewerb erwarten wir eine Entlastung der zum Teil überfüllten Mensen und günstigere Preise
25für Angebote, die bisher nicht durch das Studentenwerk abgedeckt werden. Langfristiges Ziel
26muss dabei die schrittweise Rückverlagerung der zentralen staatlichen Subventionsgelder in die
27Hände der Studenten sein. Dafür sollen die bisher gezahlten mittelbaren Fördergeldzahlungen
28stückchenweise in unmittelbare Direktinvestitionen für jeden Studenten zur freien, eigenen
29Verfügung umgewandelt werden. Dies schafft Wahlfreiheit und stärkt das Individuum vor dem
30Staat – ohne jedoch zu Geldverlusten in den studentischen Haushalten zu führen.

31Finanzierung der grundständigen Lehre aus öffentlichen Mitteln

32Lehrveranstaltungen, die für den erfolgreichen Abschluss eines Studiums unerlässlich sind, also

33Pflichtmodule und Pflichtpraktika, müssen vollständig aus öffentlichen Mitteln getragen werden.
34Die Unbeständigkeit, die mit Drittmitteln verbunden ist, sollte nicht zum Ausfall von
35Lehrveranstaltungen und der Verlängerung von Studienzeiten führen. Eine Verstetigung von
36Bundesmitteln kann hierbei einen wichtigen Beitrag leisten.

37Gleichstellung ungleich Frauenförderung

38Gleichstellung ist ein wichtiges gesellschaftliches Thema, die derzeitige Umsetzung an den

39Universitäten wird diesem jedoch nicht gerecht. Weibliches Personal wird z.B. an zu vielen
40Stellen lediglich darauf reduziert eine Frau zu sein. Eine übergeordnete Bewertung des
41Geschlechts lehnen wir ab und fordern stattdessen den zusätzlichen Einbezug von Familien oder
42Menschen mit Beeinträchtigung.


Achtung: Die Darstellung des gezeigten Antrags erfolgt als reine Vorschau. Verbindlich ist der Antragstext im offiziellen Antragsbuch zum 55. Bundeskongress vom 7. bis 8. Oktober 2017 in Jena.